She says: Social Entrepreneurinnen zu wenig auf Bühnen präsent

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Es gab schon viele dieser Fotos, auf denen Bundeskanzlerin Angela Merkel ziemlich einsam wirkte: Ob beim G8-Treffen in Kanada oder inmitten von 30 Vertretern der israelischen Wirtschaft – Merkel stand und saß inmitten von Männern, als einzige Frau.

Die Männer, die Unternehmen leiten und in der Politik etwas zu sagen haben, die Startups gründen und sich in der Wissenschaft einen Namen erschreiben, sind meist auch diejenigen, die eingeladen werden, um auf Bühnen zu sprechen. Denn wer Konferenzen veranstaltet, will, dass sich das Programm möglichst gut liest, und gut heißt in diesem Fall: mächtige Menschen sollen kommen, bekannte Menschen, Namen, die man kennt.

Mit Unterstützung der Open Society Foundation hat sich Ashoka angeschaut, wie viele Frauen – genauer: Sozialunternehmerinnen – im vergangenen Jahr europaweit auf Konferenzen vertreten waren. In 27 Ländern wurden 300 Konferenzen, die einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen, untersucht. Das Ergebnis: Von fast 13.000 Referent*innen, die 2019 auf europäischen Konferenzbühnen standen, waren nur 30 Prozent weiblich. Schaut man sich die Konferenzen in Deutschland an, ist die Geschlechterverteilung noch unausgewogener: Hierzulande waren 74 Prozent der Referent*innen männlich, nur 26 Prozent weiblich. Die meisten Konferenzen, von denen man sagen kann, dass sie einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen, behandeln das Thema Technologie. Und auch dort sind die männlichen Referenten in der Überzahl: 71 Prozent Männer versus 29 Prozent Frauen. Das einzige Thema, in denen Frauen als Referentinnen stärker gefragt waren, ist Bildung (41 Prozent).

Die Zahlen sind ein Zwischenergebnis: In den kommenden Monaten wird Ashoka nun Namen von Frauen zusammenstellen – ein Rednerinnen-Pool wird entstehen, aus dem sich Konferenzveranstaltende bedienen können. Mit dieser Initiative möchte Ashoka erreichen, dass Frauen mehr gehört werden, vor allem in Bereichen und zu Themen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. 

Die Mitglieder des Ashoka Support-Netzwerkes werden bei diesem Vorhaben helfen, ebenso strebt Ashoka die Zusammenarbeit mit bereits existierenden Frauenorganisationen an. Ziel ist es, Frauen zu stärken – und vor allem jungen Frauen zu zeigen, dass Führungspositionen und das Sitzen und Sprechen auf Konferenzbühnen nicht nur Männersache sind.

Die Zahlen sind ein Zwischenergebnis: In den kommenden Monaten wird Ashoka nun Namen von Frauen zusammenstellen – ein Rednerinnen-Pool wird entstehen – aus dem sich Konferenzveranstaltende bedienen können. Mit dieser Initiative möchte Ashoka erreichen, dass Frauen mehr gehört werden, vor allem in Bereichen und zu Themen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. Die Mitglieder des Ashoka Support-Netzwerkes werden bei diesem Vorhaben helfen, ebenso strebt Ashoka die Zusammenarbeit mit bereits existierenden Frauenorganisationen an. Ziel ist es, Frauen zu stärken – und vor allem jungen Frauen zu zeigen, dass Führungspositionen und das Sitzen und Sprechen auf Konferenzbühnen nicht nur Männersache sind.